Therapien und meine Erfahrung (Achtung Trigger ! Menschen mit zu schwerwiegenden psychischen Problemen bitte nicht lesen)

6. November 2020

Meine Geschichte beginnt vor genau 20 Jahren. Meine Mutter merkte, dass ich mich verändert hatte. Ich mein, wenn man mit Ende neun Jahren in die Pubertät kommt, ist das in erster Linie nicht nur unglaublich früh, es ist auch verdammt verwirrend. Aufgrund von einigen familiären Vorgeschichten, die die Ärzte unter “Trauma” abspeichern würden, wurde es in meinem Kopf, wenige Jahre später, nicht besser, sondern eher verschlimmerte sich quasi ALLES. Gefühle konnten nicht kontrolliert werden, ich hatte als Kind immer irgendwie das Gefühl.. zu fallen. Niemand, der mich auffing und so konnte ich mich, ohne Rückhalt, in Krankheiten stürzen. Krankheiten, die mir Halt gaben und zusätzlich hatte ich freien Raum für Krankheiten, die ich nie wollte. Der ein oder andere fragt sich jetzt vielleicht, wie einem Krankheiten Halt geben konnten, wie man sich “gerne” welche aneignen konnte…das kann eben passieren, wenn man sich nicht nur innerhalb seiner Familie alleine fühlt, sondern auch mit sich selbst, keinen Sinn im Leben sieht.

Aber gehen wir das Ganze chronologisch an..

Mit 10 Jahren trank ich das erste Mal hochprozentigen Alkohol, der noch vom Vorabend in der Spüle stand, nahm ätherische Öle zu mir in der Hoffnung, daran zu sterben. Diesen Satz heute zu schreiben kostet mich unglaublich viel Kraft. Ich habe noch nie öffentlich darüber gesprochen oder geschrieben. Ich denke, dass ich auch erst jetzt dafür bereit bin, da ich mich seit einigen Jahren auf einem stabilen Weg befinde und weiß, ich kann mich als Kind zwar nicht mehr trösten oder mich selbst in den Arm nehmen, aber ich kann auf mein heutiges Ich sehen mit einem guten Gefühl, mit der Freude, am leben zu sein. Auch wenn ich damals dieses Leben kaum ausgehalten habe. Nach dieser völlig bescheuerten Aktion und einem alkoholisierten Kind (selbst heute vertrage ich absolut nichts!), schleppte meine Mutter mich zum Arzt. Ich bekam von diesem ganzen Zeug nämlich starken Ausschlag und auch meine melancholische Stimmung gab meiner Mutter langsam zu denken. Der Arzt untersuchte mich, redete mit mir. Ich war zudem ein extrem schüchternes Kind, Fremde waren mir suspekt und Erwachsene sowieso. Dort fiel das erste Mal das Wort “Depression” und ich werde nie vergessen, wie meine Mutter zynisch auflachte, mit der Hand wedelte, um diesen Begriff von uns fernzuhalten. Warum ich denn diesen Alkohol zu mir nahm, fragte man mich: “Keine Ahnung. Wollte nur mal schauen, wie das so ist..”sagte ich in der Hoffnung, nicht noch mit weiteren Fragen gelöchert zu werden und dem unschönen Gefühl, versagt zu haben, da man von etwas Alkohol und widerlichen Aromatherapien, anscheinend nicht sterben konnte.

Zwei Jahre vergingen und es passierte so einiges. Ich machte meine erste Diät, verkrachte mich mit allen Klassenkameraden, war das erste Mal verliebt, schwänzte die Schule (weil, verkrachte mich ja mit allen Klassenkameraden) und wenn ich die Schule schwänzte, dann saß ich entweder unter den Treppenhaustreppen und las, schrieb und schaut auf meinen Wecker, wann ich denn wieder nach oben nach Hause konnte oder ging in die Stadt, klaute so lange in Geschäften, bis ich erwischt wurde und bis meine Mutter letztendlich aufgab.

Klinikaufenthalt die 1.

Diagnosen: “Depressionen, Aggressionen, Anpassungsstörung, Angststörung, Suizidgedanken.” Zwei Monate dort verbracht, die schlimmsten Patienten, die natürlich alles Kinder waren, kennengelernt & mit ihnen Freundschaft geschlossen. Eine fatale Entscheidung. Um nicht alles komplett auszuschlachten, ich haute am Ende ab, lebte drei Tage auf der Straße, mit wohlgemerkt 12 Jahren und trat meiner Mutter erstmal gegen das Schienbein, als diese mich mit anderen besorgten Eltern wieder fand. Ich war wirklich eine tolle Tochter, ich weiß.

Ich kam nach dieser Aktion zu meinem Vater, 300 km entfernt und es tut mir bis heute unglaublich leid, denn nun war er an der Reihe von mir terrorisiert zu werden, denn auch er verstand nicht, dass ich mich nach nichts anderem sehnte, als geliebt und in den Arm genommen zu werden. Aber ich selbst wusste es nicht mehr und es ging weiter, mit beiden ausgestreckten Ellenbogen, durch mein Leben.

Ich glaube, es hatte keine zwei Tage gebraucht, da hatte ich in meiner neuen, alten Heimat Hannover den ersten Joint in der Hand und in der anderen ein Bier. Ich wurde 13 Jahre alt, fing an zu rauchen und fand ne Packung am Tag total ok. Ich ging mal wieder auf eine neue Schule, die 4. von insgesamt 19, die ich in meinem Leben besuchen sollte, was ich nur bis dahin natürlich noch nicht wusste. Doch was ich wusste war, dass ich schon wieder keine Lust hatte. Keine Lust auf dieses Leben, diese ganzen Menschen, diese Leere in mir, dieses ständige weinen müssen und sich fühlen, als wäre man das letzte Stück Dreck unter seinem eigenen Schuh. 40 Schmerztabletten, Stück für Stück, leitete ich sie meinen Hals herunter, aber meine Freundin, ich musste mich noch von meiner einzigen Freundin auf diesem Planeten verabschieden. Ich rief sie an. “Ich hab dich lieb, weißt du? Du bist der einzige Mensch, dem ich was bedeute und du bist immer so gut zu mir.” Da sie mich kannte, wurde sie hellhörig “ja, ich werde sterben und ich glaube, dass es jetzt endlich ok ist, denn ich halte es nicht mehr aus.” Keine zehn Minuten später klingelte es an meiner Tür und die Mutter meiner Freundin stand dort, mit weit aufgerissenen Augen, mein Vater völlig perplext, fragte, was hier los sei, denn die besagte Mutter zog mich nur noch aus der Tür heraus. Sie schrie mich an, fragte was ich getan hätte und steckte mir ihre Finger in den Mund, damit ich mich übergab. Den Rest regelten der Notruf und das Krankenhaus.

Klinikaufenthalt die 2.

5 Monate, weitere Diagnosen, weitere Therapeuten, die ich alle für Idioten hielt und die für mich nichts anderes konnten, als aus ihren Lehrbüchern zu reden und den Aspekt vergaßen, dass da ein Mensch vor ihnen sitzt. Ich bekam Traumatherapien, die Flashbacks hervorriefen. Lachte mir die Krankheit einer Magersüchtigen an und verließ das Krankenhaus mit genau dieser Krankheit. Gebessert hatte sich nichts. Immer noch hochgradig depressiv, aggressiv, Verhaltensauffälligkeit und und und..

Klinikaufenthalt die 3.

Diesmal 6 Monate. Ich kam wieder raus, die Magersucht gab mir Halt, einen Sinn in meinem Leben. Meine Mutter besuchte mich zu dem Zeitpunkt nicht nur sehr oft, sie zog sogar mit meiner kleinen Schwester komplett von Köln nach Hannover, um für mich da zu sein. Gewohnt hatte ich zwar nicht bei ihr, besuchte sie aber oft. Aber nicht zu oft, denn jedesmal, wenn ich bei ihr Zuhause war, musste ich essen. Nein, fressen. Nicht sie zwang mich, sondern mein Gefühl in mir tat es. Ich wog mit 14 Jahren letztendlich 36 kg, wurde jede Woche von meiner Mutter zum Kinderarzt zum wiegen geschleppt und konnte diesen unglaublich gut täuschen. Literweise Wasser, zwei Jeanshosen im Winter waren eh Pflicht und Steine in der Unterhose. “Mit 40 kg muss ich ihre Tochter leider in die Klinik für Essgestörte überweisen.” Und wieder dachte ich “Was ein Idiot…”

Meine Magersucht “heilte” sich jedoch kurz danach von alleine. Denn ich fing an, Sehnsucht nach meiner Mutter zu haben und besuchte sie immer häufiger. Und wie schon erwähnt, bekam ich bei ihr unglaublichen Hunger. Es war der Hunger nach Liebe, was mit meinem kindlichen Trauma zutun hatte und was eben mit meiner Mutter zusammenhang. Das möchte ich jetzt hier nicht weiter vertiefen, sonst würde es ein Buch und kein Blogbeitrag werden.

Letztendlich machte mir diese enorme Zunahme an Gewicht eine riesen Angst und ich sah keinen anderen Ausweg, um mit Abführmitteln (die ich inmitten der Magersucht schon gelegentlich zu mir nahm) und selbstherbeigeführtem Erbrechen, wieder etwas Gewicht zu verlieren. Nachdem ich, statt 2 Abführpillen, 70 nehmen musste, ließ ich es damit jedoch komplett sein und konzentrierte mich auf das perfektionieren meiner neuen Krankheit : Meiner Bulimie.

Die Zeit verging, ich wurde 15 Jahre alt und diesmal war es mein geliebter Vater, der aufgab. Meine Mutter hatte kein Zimmer bei sich und weigerte sich wieder mit mir zusammen zu wohnen und so beschloßen meine beiden Eltern, mit meinem Einverständnis, mich in ein Heim zu bringen. Es war ein sooo schönes Heim, mit 14 Pferden, anscheinend netten Betreuern und einer neuen Schule, die sich wie ein Neuanfang anfühlte. Und am Ende war es der blanke Horror. Meine Bulimie wurde tagtäglich schlimmer, bis zu fünf Mal am Tag musste ich mich übergeben, meine Wut auf diese Welt und meinen Körper war einfach grenzenlos. Die Betreuer waren ratlos, ich sollte in eine Zweigstelle und wenn ich mich auch da nicht benehmen konnte, sollte ich ins Ausland. Meine Eltern stimmten zu.

Ich sammelte mehrere Anzeigen, zur Schule ging ich sowieso nicht und eines Tages, nachdem ich alles in meinem Zimmer verwüstete, schnitt ich mir mit meiner Rasierklinge nicht mehr nur oberflächlich in meine Arme, sondern traf mit Absicht meine Pulsader. Ich ging zu der Betreuerin, mit der ich mich kurz vorher prügelte und zeigte ihr mein Handgelenk.

Keine zwei Wochen später, jedoch mit sechs neu genähten Stichen, saß ich an einem großen, langen und holzigen Tisch, wo am Ende das Jugendamt saß, die Heimleitung, die Betreuer, mein stummer Vater und meine weinende Mutter. Sie würde mich mitnehmen, waren ihre Worte unter dem schluchzen und heftigen Nase putzen, was den gesamten Raum erfüllte. “Wir denken nicht, dass das so eine gute Idee ist.”, sagte einer der Betreuer und ich weiß noch ganz genau, wie ich über den Tisch springen und ihm am Kragen packen wollte. “Ich habe das Sorgerecht und ich werde meine Tochter mitnehmen!”, waren ihre letzte Worte, egal wie oft die Heimleitung und der Betreuer dagegen protestierten. Danke Mama, dachte ich und merkte das erste Mal, nach so langer Zeit, dass ich wirklich jemanden wichtig war.

Meine Mutter suchte und fand eine neue Wohnung, wo ich nicht nur ein Zimmer bekam, sondern meine wildeste Zeit erlebte. Meine Drogenzeit. Aber auch das und ganz viel anderes, werde ich hier nicht ausschlachten können. Kurzum, ich wurde 16, nahm etliche chemische und pflanzliche Drogen, brachte meine Mutter um den Verstand, kam selten nach Hause, weil ich mich am liebsten herumtrieb mit den wirklich allerschlimmsten Menschen. Alleine dieses Kapitel hätte 50 Seiten verdient.

Klinikaufenthalt die 4.

Ich kam auf eine geschlossene Abteilung, in der man mir alles abnahm. Keine Schnürsenkel, kein Stift, nicht mal Blätter durfte ich haben. Das Kabel meines CD Players war viel zu kurz, um sich damit strangulieren zu können und genau hinter all diesen Verboten, war der Schutz, den man anscheinend vor sich selbst brauchte. Nach drei Tagen Isolationszimmer, zwei weiteren Monaten stationären Aufenthalts, wurde ich entlassen, um paar Monate später in die nächste Klinik zu kommen.

Klinikaufenthalt die 5. Drogenentzug und endlich der richtige Therapeut

Dr.Fischer. Ein hochgewachsenerer, schlanker Typ mit längeren, naturroten Locken. Diese schien er sich nur selten zu kämmen, stattdessen streichte er immer wieder über seinen kleinen Ziegenbart. Er trug eine runde, Harry Potter ähnliche Brille und mehrere Festivalbändchen um sein linkes Handgelenk. Besonders alt war er nicht, Anfang 30 und er konnte definitiv kein Blut abnehmen (werde einfach nie in meinem Leben vergessen, wie er meine Vene verfehlte, alles zerstörte und ich gefühlt wochenlang mit einem Hämatom auf meinem Arm rum laufen musste). Auf jeden Fall, war er der allererste Therapeut in meinem Leben, der mich für voll nahm und mir einfach mal zuhörte. Der nicht von oben herab auf mich schaute, sondern mich auf Augenhöhe betrachtete. Ich wurde ernst genommen, man gab mir kein schlechtes Gefühl. Man sah mich endlich. Er ließ mich einfach reden, ohne dass ich mir vorkam wie eine komplett Irre. Und ich machte das erste Mal in meinem Leben Fortschritte, was meine Bulimie anging. Meine Depressionen wurden besser, klar, wurden sie schon lange mit Tabletten behandelt, aber diese bekam ich schon mit 14 Jahren. Nur mein Verhalten in der Gesellschaft war weiterhin eine Tragödie. Nach 9 Monaten Aufenthalt, haute ich über den Zaun ab und durfte Herrn Fischer, weil er sich für mich einsetzte, weiterhin in einer ambulanten Therapie besuchen. Zum Glück, kann ich da nur sagen.

Nach weiteren Monaten, weiteren gut tuenden Gesprächen bei ihm, beendeten wir die Therapie und was soll ich sagen, mein Vater holte mich an dem Tag ab, umarmte Dr. Fischer, weinte und bedankte sich, dass wenigstens er es mit mir geschafft hatte. Und ich dachte…. eigentlich hat er mir nur zugehört und mich auf meinem Weg begleitet. Leider nahm ich danach nicht weniger Drogen, aber mein Kopf funktionierte definitiv besser, ich war nicht mehr so unglaublich wütend auf alles. Dr. Fischer hatte mich zu einem besseren Menschen gemacht, der zwar noch lange nicht am Ziel war, jedoch wollte ich mir nicht mehr das Leben nehmen und das war in meinen Augen ein riesen Erfolg.

Ich lebte vor dem Aufenthalt nicht bei meinem Vater und auch nicht bei meiner Mutter, die wieder nach Köln gezogen war, sondern war ständig in Zwischenstationen vom “Betreuten Wohnen” und irgendwann in einer betreuten WG gelandet. Dort durfte ich auch wieder zurück, nahm draußen weiterhin meine Drogen, beendete wie gesagt meine Therapie und ging dann auch wieder zur Schule. Mittlerweile war ich 18 und durch das ständige Schulschwänzen, musste ich erstmal meinen Hauptschulabschluss nachholen. Danach hang ich nicht nur den Realschulabschluss dran, sondern durfte auch in eine Wohnung ohne Betreuer ziehen. Zwar immer noch von denen betreut, aber ich muss sagen : Da waren WIRKLICH alle nett. Die eigentliche betreute Wohnung war unten mit den Betreuern und ich wohnte eben eine Etage höher, mit zwei anderen Mädels.

Nach einem halben Jahr, ebenfalls noch 18, durfte ich dann komplett ausziehen. Mein über alles geliebter Betreuer besuchte mich weiterhin und half mir mit allen Behördengängen, war immer für mich da und fungierte als eine Art Vaterersatz. Mit ihm packte ich auch das alleine leben, jobbte neben der Schule, kam mit Mias Vater zusammen, verabschiedete mich von chemischen Drogen, nur meine Depressionen waren immer noch da. Meine Bulimie auch, die ich weiterhin als das Ventil betrachtete, meine Emotionen zu “verarbeiten”. Natürlich verarbeitete ich sie damit nicht, sie kamen jedesmal unverdaut mit einer großen Aggression raus und irgendwann übergab ich mich auch bei schönen und guten Momenten. Gefühle zu verarbeiten, hatte ich einfach komplett verlernt und sieben Jahre später, hatte sich auch da nichts verändert. Genauso wenig meine Depressionen. Durch bestimmte Drogen, hatten sich mittlerweile auch Paranoia gebildet, jedoch waren ständige Angst-, Verhaltens-, und Anpassungsstörung endlich weg. Paranoid wurde ich nur in bestimmten Situationen.

Wir machen einen großen Sprung, ich wohne mittlerweile alleine in Köln, habe ein kleines Kind und sitze in unserer Miniwohnung. Die Zeit vergeht, es ist wieder Herbst, die schlimmste Jahreszeit begann. Der Winter danach war nicht besser. Meine Depressionen wurden immer schlimmer und der einzige Grund für mich, noch auf diesem Planten zu bleiben, war meine Tochter. Ich weinte beim Aufstehen, wenn ich mich im Spiegel betrachtete oder aus dem Fenster sah. Ich schlief mit den Sachen ein, mit denen ich den vorherigen Tag überlebte. So war es letztes Jahr und davor das Jahr. Und auch zu diesem Zeitpunkt, hatte ich manchmal einfach nicht die Kraft, mich um irgendetwas zu kümmern. Außer um mein Kind. Eines Tages wusste ich, der Höhepunkt war erreicht. Ich hatte mehrere Inkassoschulden, aß Mittags bei meiner Mutter, überzog regelmäßig mein Konto, um meine Fressattacken zu finanzieren und um meinem Kind eine schöne Kindheit bieten zu können. Das war das Wichtigste für mich.

Eines Morgens, sie war mittlerweile zwei Jahre alt, brachte ich sie in den Kindergarten und sah sie lange an. Ich wusste, ich werde sterben, wenn ich jetzt nicht handel. Ich ging zur Schule, denn ich wollte mein Abi nach meiner Ausbildung nachholen, verließ die Schule, ging nach Hause. Dort fing ich an mit fressen und kotzen und weinte mal wieder, bis ich mein Kind abholen musste, meine Zeit mit ihr verbrachte, sie ins Bett brachte und wieder alles von vorne. Fressen, kotzen, weinen. Das war mein Alltag. Zwischendurch trafen wir neu gewonnene Freunde, ich sah meine Mutter und Schwester nur noch am Wochenende. Am nächsten Tag, machte ich einen Termin bei einer Therapeutin. Ich bekam einen Notfalltermin. Als ich bei ihr ankam, weinte ich schon wieder nur. Ich erzählte ihr Teile meines Lebens und sie sagte sofort, dass ich hier falsch wäre. Sie war bei allem sehr einfühlsam, erklärte mir aber, dass ich keine Verhaltenstherapie von 25 Sitzungen bräuchte, sondern eine “Tiefenpsychologische analytische Therapie.” Ich wusste überhaupt nicht, was das ist. Am Ende fragte sie mich, ob ich nicht direkt in eine Klinik eingewiesen werden möchte, als ich jedoch verneinte und meinte, meine Tochter später noch vom Kindergarten abholen zu müssen, war sie etwas geschockt. Es gäbe auch Kliniken, wo man mit Kindern hin kann und das wollte ich wirklich nicht. Ich wollte alles so gut wie möglich von ihr fernhalten…

 

Nachdem ich die Telefonnummer einer dieser Psychologen hatte, rief ich da an und leider sagte man mir, dass alle Kapazitäten aufgebraucht waren. Man hätte allerdings noch eine Kollegin, die hat wohl noch einen Platz frei. Und dann rief sie an. Mein Handy klingelte, ich ging mit klopfenden Herzen ran, saß in der Straßenbahn und hoffte, sie gut zu verstehen. Ihre Stimme war genau das, was ich brauchte. Freundlich, sympathisch, aber…sie behandelt leider nur Privatpatienten, was allerdings in meinem Fall nicht schlimm wäre. Ich bekam schnell einen Kennlerntermin, wir reichten bei der Krankenkasse zehn weitere Therapeutennamen ein, die alle keine Plätze mehr frei hatten und so übernahm die Krankenkasse meine Stunden. 2x die Woche für 45 Minuten und mein Leben sollte sich in den kommenden Jahren nicht nur verändern, es sollte zu dem besten Leben werden, was ich mir hätte wünsche können.

 

Ich brach mein Abitur ab, da sich meine Bulimie aufgrund des Drucks enorm verschlechterte, konzentrierte mich nur noch auf meine Therapie und auf meine gesundheitliche Besserung. Ich redete mit meiner Therapeutin über alles. Ich sollte jeden einzelnen Moment mit ihr teilen und sie tat genau das, was damals Dr. Fischer tat. Zuhören, nicht verurteilen, helfen. Sie half mir so unglaublich, indem sie mir in den Momenten, in den Situationen, wo ich mal wieder nur Fragezeichen sah und mich selbst einfach nicht verstand, mich quasi an die Hand nahm und mir eine andere Sicht zeigte. Vielleicht, so fing sie gerne an, sollte ich das Ganze mal aus dieser Richtung betrachten. Sie sagte nie “so ist es”, sondern “vielleicht und könnte sein” und jedesmal, wenn ich wieder vor dieser, ich nannte sie gern “Nebelwand” stand, zeigte sie mir einen Weg, eine andere Sicht und ich kam selbst auf die Lösung. Sie gab sie mir nie! Sie gab mir Hinweise. Nach 2 Jahren machte ich meine ersten Fortschritte. Meine Depressionen, ich nahm keine Tabletten, wurden Stück für Stück besser. Wir redeten unglaublich oft über meine Kindheit, gefühlt über jeden Moment der in der Gegenwart geschah und ich habe bis heute, 6 Jahre später, nichts, was ich an ihr aussetzen könnte.

Mit 26 Jahren hatte ich das erste Mal einen Winter, der weniger depressiv war. Ich übergab mich seit sechs Monaten nicht mehr, konnte alle Schulden abbezahlen und alles was noch in mir war, meine unglaubliche Verlustangst, das Weglaufen vor Liebe und Beziehungen, nach und nach besserte sich auch hier alles. Ich wunderte mich nur irgendwann, warum die Krankenkasse jeden weiteren Antrag, jedes weitere Jahr, bewilligte. “Weil sie mitarbeiten. Deswegen.” Und bis heute arbeite ich an mir, habe gelernt, dass Selbstreflektion das Allerwichtigste ist, um mit sich und seinem Leben weiter zu kommen. Ich bin nicht nur Drogenfrei, ich übergebe mich schon seit langem nicht mehr, kann meine Gefühle kontrollieren, darüber sprechen und sie benennen. Ich bin ein ruhiger Mensch geworden, mit unglaublich viel Liebe. Alle damaligen Aggressionen sind in Liebe umgewandelt worden und anscheinend habe ich davon echt viel in mir. Meine Therapeutin hat es geschafft, mit mir zusammen, mein wahres Ich von all dem Dreck zu befreien. Mein heutiges Ich, bin wirklich ich. Ohne Ängste und Paranoia. Ohne Selbstverletzendes Verhalten, dafür mit einer großen Portion Empathie für meine Mitmenschen, jedoch, und das ist das Wichtigste, vor allem für mich selbst..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

36 Comments

  • Reply Megan 6. November 2020 at 20:35

    Wow ! Ich bin beeindruckt von dieser Offenheit und freue mich, über die Besserung!

  • Reply Rebecca 6. November 2020 at 20:35

    Weißt du wie stolz du auf dich sein kannst!?!
    Mit Magersucht, Bulemie und dem Versuch sich selbst zu zerstören kenne ich mich leider auch aus. Es begleitet einen das ganze Leben, aber man lernt damit umzugehen.
    Heute schenken wir unseren Kindern die Liebe die wir meinten nicht bekommen zu haben. Alles liebe und sei herzlich gegrüßt!

    • Reply Lisa-Marie 8. November 2020 at 12:54

      Ich selber kämpfe mit Depressionen, Essstörung, Soziale Phobie, Selbstverletzen und Suizidgedanken. Dieser Text zeigt mir das alles möglich ist. Du bist unglaublich stark das du so weit gekommen bist. Ich bewundere das extrem. Es macht mir Mut immer weiter zu kämpfen egal was kommt. Danke 😘

  • Reply Lisa 6. November 2020 at 20:41

    Oh Wow, Gilda! Das ist einfach so faszinierend, wie Du deinen Weg gefunden hast! Danke für diesen intimen Einblick in Dein Leben, ich wünsche Dir von Herzen, dass du diesen Weg weiter gehst und wünsche Dir nur das allerbeste auf dieser Welt für Deine kleine Familie ❤️ Liebe Grüße, Lisa

  • Reply Sabrina Hufeisen-Pantel 6. November 2020 at 20:47

    Einfach mal hallo!!

    Ich habe mir den Blog nun 3 mal durchgelesen und finde dich so unglaublich mutig.. ich bin tief berührt und wünsche dir nur das allerbeste!!

    Natürlich habe ich Fragen und würde gerne mehr über einige Abschnitte deines Lebens erfahren.. aber du hast schon so viel Preis gegeben und eigentlich möchte ich dich unbekannterweise einfach mal gerne in den Arm nehmen und dich drücken!!!

    Ich freue mich sehr das es dir heute so gut geht!!

    Alles alles liebe
    Sabrina

    • Reply Denise 7. November 2020 at 9:56

      Du kannst du stolz auf dich sein! ❤️ Und hatte die letzten 2 Jahre auch mit einer mittelschweren Depression und schlimmen zwangsgedanken zutun. Ich konnte meine Gefühle nicht einordnen, war manchmal aggressiv, habe das schöne fühlen und die meine Empathie für andere verloren.
      So langsam wird es besser aber mein Weg ist noch nicht zuende. Es ist anstrengend und macht mir wahnsinnig viel Angst..
      Aber es tut gut deine Geschichte zu lesen und zu erkennen: egal wie scheiße es dir geht. Es wird besser, wenn man daran arbeitet ❤️

    • Reply Linda 7. November 2020 at 11:18

      Das Thema Depression hast du schon öfter angeschnitten, aber ich hätte mir niemals ausmalen können was du alles erlebt und durchgemacht hast… Ich musste weinen beim Lesen. Es tut mir so leid was du durchmachen musstest. Aber ich freu mich so unglaublich was für eine starke, schöne, tolle und vor allem liebevolle Frau du geworden bist. Du kannst so stolz auf dich sein. Ich wünsch dir weiterhin ganz viel Liebe ❤️

    • Reply Daniela 7. November 2020 at 14:20

      Liebe Gilda!
      Man liest Bücher über solche Schicksale mit allen Schattierungen wie deins, aber es fehlt einem immer DAS Gesicht, welches es real werden lässt. Beim Lesen deiner Geschichte habe ich immer dein hübsches Gesicht und auch immer wieder das, deiner süßen Tochter vor Augen gehabt.
      Toll, wie du das Glück eines so viel schöneren weiteren Lebensweges doch selbst in die Hand genommen hast und erfolgreich genau die gewonnenen Erkenntnisse in die Erziehung deiner Tochter und bald deines kleinen Sohnes fließen lässt und wirst lassen.
      Ich finde dich toll und deine offen erzählte bedrückende Lebensgeschichte untermauert nur meinen Eindruck von dir und deiner kleinen Familie!
      Du weißt einfach , was glücklich bedeutet und wie Liebe funktioniert!
      Alles Gute für die Zukunft ♥️

  • Reply Katja 6. November 2020 at 20:54

    ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️
    Liebe.

  • Reply Sarah 6. November 2020 at 21:05

    Liebe Gilda.
    Ich habe den größten Respekt vor dir! Als ich das gelesen habe, kam mir die Geschichte meiner Mama in den Sinn. Die ähnelt sich ein wenig. Ich bin unfassbar stolz auf meine Mama wie sie ihr Leben in den Griff bekommen hat!

    Ich verfolge dich nun schon ca. 2 Jahre auf Instagram, und liege nun heulend im Bett und BIN STOLZ AUF DICH! Bleib dran, denk immer wieder an die tollen Momente im Leben!

    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für eure Zukunft! ❤️🙏🏼

  • Reply Charlotte 6. November 2020 at 21:06

    Wow!
    Liebe Gilda ich bin gerade einmal 16 aber dein Text hat mich gerade enorm berührt. Ich hätte niemals gedacht das du eine solche Kindheit/ Jugend gehabt hast zumal man dir wirklich nichts mehr von all dem anmerkt (hätte man mir den Text einfach so hingelegt und nur gesagt der ist von dir hätte ich nicht gedacht das es da wirklich um dich geht).
    Ich kenne einige die auch bereits mit 13 anfangen haben zu rauchen/ kiffen/ trinken und wir eine die dann stationär gelandet ist wo ich mich immer gefragt habe warum macht ihr das, ihr schafft das doch niemals das da wieder raus aber du hast mir gerade gezeigt das wir vielleicht gerade für die Leute da sein sollte wo man eigentlich denkt die haben ihr Leben eh schon verbaut. Ich werde versuchen für die Personen mehr da zu sein und ihnen zu zeigen das sie mit mir darüber reden können und ich ihnen helfen werde.

    Danke für deine Ehrlichkeit um uns zu zeigen wie eine Kindheit auch sein kann es muss nicht immer alles rosa rot mit Glitzer sein🌪
    Danke, danke, danke❤️🤍❤️

  • Reply Eike 6. November 2020 at 21:15

    Wow einfach nur wow. Du unglaublich starke und wundervolle Frau. Mir kamen die Tränen, du hast so viel Kraft, starke. Einfach unglaublich

  • Reply Sabine 6. November 2020 at 21:20

    Servus aus Bayern,
    ich hab Dein Leben soeben gelesen. Mein Respekt. Ich kann das alles im kleinen Ramen nur mitfühlen und verstehen. Ich war selbst 10 Wochen in der Psychosomatik, stationär. Bin gerade mal ne Woche zu Hause. Und ja Dein folgenden Satz wurde mir von meinen Therapeuten und der besten Pflegerin die ich je haben hab können gesagt.

    „ Weil sie mitarbeiten. Deswegen.” Und bis heute arbeite ich an mir, habe gelernt, dass Selbstreflektion das Allerwichtigste ist, um mit sich und seinem Leben weiter zu kommen. “

    Die Selbstreflexion ist echt das Allerwichtigste, es ist sehr hart und schmerzhaft, aber der Weg ist/war wichtig. Ich bin so dankbar dafür, mich so kennengelernt zu haben und ich werde den Weg in der Tiefenpsychologie weitergehen.

    Klar weiß ich selbst was ich in meinem Leben schon erleben musste, (nicht vergleichbar mit Deinem) trotzdem… jeder funktioniert und verdrängt auf seine Art und Weise. Und das ist nicht der richtige Weg. Du und ich haben Kinder und die können nur richtig glücklich sein, wenn ihre Mütter das auch sind.

    Ich Danke Dir für die echt ganz tollen offenen Worte über Dein Leben. Hut ab.
    Das gibt mir Kraft, den Weg weiter zu gehen.
    Ich wünsche Dir alles Liebe, Du hast es verdient so eine tolle Familie. Macht weiter so.
    Herzliche Grüße aus Erding
    Sabine

  • Reply Clarissa 6. November 2020 at 21:28

    Ich bin sprachlos und hab Gänsehaut. Ein unglaublich tiefgründiger Beitrag, der einem in jeder Hinsicht Hoffnung und Mut schenkt. Danke, dass du das mit uns teilst. Du bist so ein starker Mensch! Ich wünsche dir nur das Beste- dir und deiner wundervollen Familie.

  • Reply Nancy 6. November 2020 at 21:43

    Wow. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich niemals so von dir gedacht bzw. dir sowas zugetraut hätte.
    Aber trotz alle dem, muss ich dir ehrlich sagen, dass ich so unfassbar stolz auf dich bin.
    Ich verfolge dich nun seit 7 Jahren (!!!) und konnte deiner Entwicklung teilweise zusehen, über das, was du uns hast erfahren und teilhaben lassen hast. Du bist einfach so ein unbeschreiblich mutiger, tapferer, toller und großartiger Charakter.
    Du hast versucht dich aufzugeben, aber letztendlich, hast du deinen Sinn im Leben gefunden und nutzt dieses zu 101% aus.
    Ich bin so unsagbar stolz auf dich, dass du aus diesem Loch rausgekommen bist und die beste Version von dir aus dir herausgeholt hast.
    Ich drücke dich ganz feste.
    Liebste Grüße, Nancy

  • Reply Laura 6. November 2020 at 22:06

    💓

  • Reply J. W. 6. November 2020 at 22:34

    Wow… Was für eine Geschichte. Mir stockte teilweise echt der Atem und mein Mutterherz weinte teilweise und schickte mich zu meinen schlafenden Kindern um sie einfach nur mal so zu kuscheln. Du hast meinen allergrößten Respekt vor dem was du geschafft hast. Ich wünsche dir alles alles Liebe

  • Reply Saskia 7. November 2020 at 0:29

    Liebe Gilda, danke für diesen Beitrag, danke für diese Worte! Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie schwer das alles für dich gewesen sein muss. Ich bewundere dich für den Weg , den du gegangen bist und für den Menschen, zu dem du geworden bist! Ich habe das Glück gesund zu sein und weiß dieses Dank deinem Beitrag noch viel mehr zu schätzen! Ich wünsche Dir für die Zukunft nur das Beste!

  • Reply Alleen 7. November 2020 at 1:26

    Wow! Mein vollsten Respekt liebe Gilda. Ich bewundere dich dass du mit allem so zu dir stehst! Ich habe alles so mitgefühlt , es war wie ein emotionaler Tornado.
    Du bist eine so unfassbar starke Persönlichkeit! Du machst dich angreifbar um ändern Mut zu machen (angreifbar nur für Menschen die es nicht verstanden haben und nicht wertschätzen)! Ich bin dankbar dass du den Mut und die Stärke besitzt das alles mit uns zu teilen und damit Mit mscgstt. Mir jedenfalls. Mich würde es sehr interessieren wie du es geschafft hast mit all deinem emotions Chaos den Draht nicht zu deiner Tochter verloren zu haben und in sie Schäden von deinen Tiefs erlitten hat. Vielleicht ja in einem separaten Blog Post . Nur wenn du magst. Würde mich sehr freuen. Auch irgendwann ein Buch in meinem Händen halten zu dürfen von dir, kann ich mir durchaus gut vorstellen. Ich war gefesslelt . Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für dich und deine Familie die ja gerade sogar wächst. Ganz viel Liebe und Wärme für die dunkle Jahreszeit, das wünsche ich dir. Liebe Grüße aus Hamburg

    • Reply Aileen 7. November 2020 at 1:34

      Wow! Mein vollsten Respekt liebe Gilda. Ich bewundere dich dass du mit allem so zu dir stehst! Ich habe alles so mitgefühlt , es war wie ein emotionaler Tornado.
      Du bist eine so unfassbar starke Persönlichkeit! Du machst dich angreifbar um Andern Mut zu machen (angreifbar nur für Menschen die nicht verstanden haben worum es geht und es nicht wertschätzen)! Ich bin dankbar dass du den Mut und die Stärke besitzt das alles mit uns zu teilen und damit Mut machst. Mir jedenfalls!Ich habe ähnliches erlebt! Mich würde es sehr interessieren wie du es geschafft hast mit all deinem emotions Chaos den Draht nicht zu deiner Tochter verloren zu haben und ob sie Schäden von deinen ”Tiefs” oder Verhaltesweisen erlitten hat. Vielleicht ja in einem separaten Blog Post . Nur wenn du magst. Würde mich sehr interessieren \ freuen. Auch irgendwann ein Buch in meinem Händen halten zu dürfen von dir, kann ich mir durchaus gut vorstellen. Ich war gefesslelt . Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für dich und deine Familie die ja gerade sogar wächst. Ganz viel Liebe und Wärme für die kommende kuschelige Jahreszeit, das wünsche ich dir. Liebe Grüße aus Hamburg

  • Reply @nonie_me 7. November 2020 at 3:39

    Danke fürs teilen <3 Du kannst stolz auf deinen Weg sein. Wirklich beeindruckend.
    Jeder Schritt auf diesem Weg, hat dich an den “Ort” gebracht, an dem du jetzt bist.

    Ich würde deine Autobiografie sofort lesen

  • Reply Isabella 7. November 2020 at 5:44

    Wirklich toll geschrieben, ich haette nie gedacht..das du all’ sowas erlebt hast. Ich hätte gerne noch weiter gelesen.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Kraft 🙂

  • Reply Helena 7. November 2020 at 6:05

    Liebe Gilda,
    der Text hat mich total berührt! Da kann man ja einfach nur dankbar sein für die 2 guten Therapeuten und deine Stärke, dass du trotz allem nie aufgegeben hast.

  • Reply Elli 7. November 2020 at 7:07

    Oh wow, Gilda. Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Es ist die Geschichte einer wirklich starken Frau. Hut ab vor all dem, was du geschafft hast in deinem Leben. Möge es dir weiterhin all das bieten, was du verdient hast: nur Liebe <3

  • Reply Su 7. November 2020 at 7:54

    Unglaublich schön! Ich kenne Dich nur von Instagram, aber ich bin ehrlich sehr stolz auf Dich! Nichts passiert ohne Grund und in den richtigen Momenten kommen die richtigen Menschen zu uns. Alles Liebe wünsche ich Dir 💖

  • Reply Lena Fröhlingsdorf 7. November 2020 at 8:05

    Oh du Liebe, was du alles hinter dir hast. Ich bin ganz ehrlich, ich musste weinen. Nicht aus Mitleid, sondern weil du so unfassbar stark bist und es geschafft hast. Weil du lebst. Und wie du lebst! Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute für die Zukunft, fühlt euch gedrückt! Danke, dass du uns einen so privaten Einblick gewährt hast, das war sicher nicht einfach

  • Reply Caro 7. November 2020 at 8:20

    Wow! Danke dafür, dass du deine Geschichte so ehrlich teilst. Ich studiere Psychologie und es ist leider immer noch gang und gäbe, dass psychische Erkrankungen wahnsinnig stigmatisiert werden. Du gibst damit vielen Menschen Mut und Hoffnung. Dein Beitrag ist so so wertvoll!
    Ganz viel Liebe an dich<3

  • Reply Franzi 7. November 2020 at 8:28

    Liebe Gilda, ich sitze hier und mir kullern die Tränen. Es ist unfassbar was du alles hinter dir hast und was heute aus dir geworden ist. Mia und der kleine Mann in deinem Bauch können mehr als stolz sein so eine Mama wie dich zu haben.
    Du schreibst so toll, du solltest wirklich ein Buch daraus machen.

  • Reply Pazi 7. November 2020 at 8:33

    Oh man Gilda…ich hab nicht nur einen dicken Klos im Hals, sondern auch Tränen in den Augen. Jetzt folge ich dir schon so viele Jahre und natürlich merkt man, dass du – vor allem früher – ein Päckchen zu tragen hattest, aber das Ausmaß hat mich echt schockiert. Wahnsinn was du alles durchmachen musstest und Hut ab, was du alles geschafft hast. Toll, dass du letztendlich eine Therapeutin gefunden hast, die dir helfen konnte und mit dir den Weg ging. Hut ab auch vor deinem Mut das hier zu erzählen. Das gibt anderen betroffenen mit Sicherheit sehr sehr viel Kraft und Mut. Ich wünsche dir nur das Allerbeste, dass du weiterhin erfüllt bin Liebe bist, dich mit so wundervollen Menschen wie Thilo umgibst und dass du den ganzen Mist für immer hinter dir lassen kannst.
    Fühl dich gedrückt und geknutscht <3
    Pazi

  • Reply Paula 7. November 2020 at 9:07

    Wow wow wow! Danke für diese Offenheit und den Einblick in dein früheres Leben.
    Ich hätte noch ewig weiter lesen können – wie ein gutes Buch!
    Möge dein Leben weiterhin ganz wunderbare Momente für dich bereithalten! 🙂

  • Reply Anna 7. November 2020 at 9:38

    Wow !! ❤️❤️❤️❤️

  • Reply Veronika 7. November 2020 at 13:43

    Wow, zwischendurch musste ich echt weinen. Ich hab einiges erlebt, das du auch erlebt hast und kann so gut verstehen wie du dich gefühlt hast. Ich bewundere dich so sehr! Du kannst so stolz auf dich sein ❤️❤️❤️

  • Reply Amy 7. November 2020 at 14:53

    Liebe Gilda, du bist so stark! Danke für die Einblicke in dein Leben. Ich kenne dich erst seit wenigen Wochen über Instagram, doch deine Geschichte berührt mich sehr! Es ist so schön zu lesen, dass es dir endlich besser geht. Ich wünsche euch Vieren (+ Emma, Liv und Odin) eine wundervolle Zukunft! ☆

  • Reply Sabine 7. November 2020 at 15:02

    Unglaublich! Was für eine Erfolgsgeschichte!!! Glaub mir, du kannst so unglaublich stolz auf dich sein!! Wow! Wow! Wow!!!!! Du dein jetziges Glück kommt nicht von ungefähr! Das hast du dir verdient, schwer verdient!! Alles Glück der Welt für dich!!!!

  • Reply Mona Ries 11. November 2020 at 22:50

    Krass! Da ist meine Kindheit unbeschwert und schön gegen deine! Da schäme ich mich das ich Probleme mit meiner Kindheit habe!
    Leide auch unter Depressionen und bin extrem aggressiv! Fühlte mich nie so geliebt und verstanden! Bin total sensibel. Das ist nie gesehen worden! Ich hätte mehr Aufmerksamkeit und Liebe gebraucht! Jetzt komm ich garnicht klar auf mein Leben. Hab einen 5monate alten Sohn der genau das alles verdient hat was mir fehlte. Und ich weiß nicht ob ich es schaffe weil ich so in der Depression hänge. Mein Psychologe hilft mir nicht so wie ich es brauche!

    Echt toll wie du es geschafft hast auszubrechen. Wünschte ich könnte sagen ich schaffe das!
    Schon mal drüber nachgedacht ein Buch zu schreiben?? Ich würde es sehr gerne lesen! 😉😊 Einfach toll! Gibt mir auf jeden Fall Kraft weiter zu machen und nicht aufzugeben. War so oft kurz davor es zu beenden!

  • Reply Denise 18. November 2020 at 8:43

    Deine Geschichte hat mich wirklich sehr berührt! 😢 Du kannst einfach so stolz auf dich sein! Bleib stark, denn damit kannst du anderen Leuten Kraft geben. Ganz liebe Grüße

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